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Spuren der Schlacht um Berlin im Bezirk Reinickendorf

Folgende Beiträge wurden bereits zu diesem Projekt veröffentlicht und finden sich auf dieser Seite

Bei meinen Recherchen zu den Ereignissen während der Schlacht um Berlin im Bezirk Berlin-Reinickendorf konnte ich folgende Militärische Standorte ermitteln

Frohnau

  • Flakstellung Frohnau (Außerdem ein Beobachtungsposten der Luftabwehr im Kasinoturm)

  • Truppenverbandplatz Frohnau an der Lodystraße 6-9

  • Stellung der (Flak) Untergruppe Frohnau in der Schule an der Lodystraße

  • Volkssturm-Bataillon 3/619 in Berlin-Frohnau (im Zwangsarbeiterlager Frohnau, Wohnlager XX Frohnau, stationier)

Hermsdorf

  • Schwere Flakstellung (Eisenbahnflak) im Güterbahnhof Hermsdorf [Als potenzieller Standort einer Eisenbahnflak wird auch Heiligensee und Eichborndamm genannt (Information nochmal prüfen)]

  • Reserve-Lazarett 129 Hermsdorf an der Kaiserstraße Ecke Hermannsdamm

  • Volkssturm-Bataillon 3/604 Ortsgruppe Hermsdorf

Lübars

 

  • Schwere Flakabteilung 422 (Lübars)

Waidmannslust

  • Nichts

Wittenau

  • Quartier- und Wehrleistungsamt Wittenau am Rathaus

  • Gefechtsstand I des Abschnittes G (Verteidigungsabschnitt G, die Stadt wurde für die Schlacht um Berlin in Verteidigungsabschnitte unterteilt) in der Militärisch-Ärztlichen Akademie Wittenau an der Cyklopstraße 3

Heiligensee

  • Kaserne der Flak-Artillerie-Schule III in Heiligensee [Flakkaserne Heiligensee übernahm die Instandsetzung von Geschützen, Kommandogeräten und Funkmessgeräten]

  • Waffenmeisterei in der Kaserne Heiligensee

  • Flakstellung Heiligensee

  • Schießstand der Bahnpolizei Heiligensee (auch von den Flaksoldaten der Untergruppe Frohnau genutzt)

  • Volkssturm-Bataillon 3/607 „Graupmann“ (aufgestellt in Heiligensee, inklusive Nachrichtenzug)

Borsigwalde

  • Flakbeständelager Borsigwalde an der Wittestraße 47/48

Tegel

 

  • Scheinwerfer-Regiment in der Kaserne Division Hermann Göring, Block 49, in Reinickendorf [sollte sich bei der Schlacht um Berlin auf Stichwort hinter die Hauptkampflinie zurückziehen und dort u.a. Flakstellungen unterstützen)

  • Kaserne der Ersatzabteilung Regiment „General Göring“ in Reinickendorf, Tegeler Weg

  • Flakstellung Tegeler Schießplatz

  • Munitionsausgabestelle Tegel (für 8,8 cm und 2 cm Munition)

  • Sanitäts-Lehrabteilung in Reinickendorf am Tegeler Weg

  • Volkssturm-Bataillon Roland II in der Kaserne Hermann Göring in Reinickendorf

 

Reinickendorf (Ortsteil)

  • Flaksonderwerkstatt Reinickendorf-West, Spandauer Weg 42

Ortsteil unbekannt oder in mehreren Orstteilen gleichzeitig

  • 1 Reserve Flakabteilung 154 [Anmerkung: 1 Batterie]

  • Luftwaffen-Lazarett Brigade Hermann Göring in Reinickendorf

  • Fallschirm-Panzer-Division 1 Hermann Göring (prüfen ob 1945 noch in Berlin stationiert)

  • Volkssturm-Bataillon 3/611 (wurde in Reinickendorf eingesetzt, schwerste Verluste)

Humboldt-Gymnasium Berlin

Standort: Hatzfeldtallee 2-4

An der Hatzfeldtallee 2-4 erstreckt sich das eindrucksvolle Gebäude des Humboldt-Gymnasiums Berlin, ein beeindruckendes und wuchtiges Gebäude, dessen Fassaden Spuren der Kampfhandlungen tragen. Besonders sichtbar sind diese Spuren am Eingangsportal. Bereits im November 1943 wurden Teile des Schulgebäudes durch Luftminen zerstört, was dazu führte, dass die Schüler in die Hans-Thomas-Schule in Hermsdorf verlegt wurden. Im Angesicht der herannahenden Bedrohung evakuierten Lehrer am 8. April 1945 die verbliebenden 180 Humboldtschüler nach Dänemark, wo sie von den Dänen und Briten interniert wurden. Aufgrund der anrückenden sowjetischen Armee wurde am 20. April die Schule dann offiziell geschlossen. Wenige Tage später, am 23. April, zerstörten im Schulgebäude untergebrachte Zwangsarbeiter das Schulinventar – ein Akt, der möglicherweise ihrer bevorstehenden Befreiung geschuldet war. Während der letzten Kriegsmonate wurden noch einige der Humboldtschüler als Flakhelfer eingesetzt. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges begann erst 1950 der Wiederaufbau der Humboldtschule. Doch bereits am 1. Juni 1945 erfolgte die Wiedereröffnung, obwohl das Gebäude zu diesem Zeitpunkt noch teilweise zerstört war. Heute steht die Humboldtschule wieder als ein lebendiges Zeugnis der Geschichte und als Ort des Lernens und der Gemeinschaft.

Das Direktionsgebäude bei Alt-Reinickendorf

Standort: Flottenstraße 24

An der Flottenstraße 24 in der Nähe von Alt-Reinickendorf findet sich ein Gebäude. Dort sind die warscheinlich eindrucksvollsten noch vorhandenen Spuren der Schlacht um Berlin im Bezirk Reinickendorf zu sehen. Ein Teil der Fassade, insbesondere die Ost- und Nordseite, sind schwere Schäden am Backstein vorhanden. Neben unzähligen kleinen Einschußlöchern auch einige größere, die von Panzergeschoßen, Mörsern oder Granaten verusacht sein könnten. Die Schußrichtung ist dabei merkwürdig, denn im Osten führt die Straße weiter in die Stadt Berlin. Die Russen waren also bereits beim Bahnhof Schönholz, und dieses Gebäude war umzingelt, als die Gefechte stattfanden. Was genau passiert ist, konnte leider nicht herausgefunden werden. Vielleicht hat eine sich zurückziehende Einheit des Volkssturmes hier ihre letzte Gefechtsstellung bezogen, unfähig weiter in Richtung Innenstadt und zur Hauptkampflinie am S-Bahn Ring vorzugehen. Vom Süden, wo eigentlich ein starker sowjetischer Angriff zu erwarten wäre, finden sich nur wenige kleinere Einschußlöcher und eine Handvoll Schäden am Backstein.

Das Gebäude war ein Direktionsgebäude und Teil des Industriegebietes. Es wurde 1897 errichtet von den Eisenbauwerkstätten Hein, Lehmann und Co. AG. Der Betrieb gab 1935 seinen Standort in Reinickendorf auf und verlagerte seine Produktion nach Düsseldorf.

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